Wer hätte gedacht, dass die Suche nach einem Padelplatz in Deutschland fast so verzweifelt ist wie die nach einer freien Parkbucht in der Innenstadt? In der Regel beginnt das Vorhaben mit einer harmlosen Nachfrage unter Freunden: „Kennt jemand einen Padelplatz hier?“ Zehn Meinungen, aber keine Klarheit. Irgendwer weiß von einem geheimen Spot, den nur wenige kennen.

Die digitale Suche verläuft oft chaotisch – kein Witz! Hin und wieder wirkt Google wie ein Pfadfinder, dann wieder wie eine Sackgasse. Padelradar
Du gibst deinen Wohnort ein, erhältst Vorschläge, klickst darauf und was erwartet dich? Eine verpixelte Aufnahme von 2012, nicht funktionierende Seiten und nicht erreichbare Nummern. Da kann man nur seufzen! Auf einmal kommt Padel seltener vor als Einhörner.
Der Schlüssel liegt im Freundeskreis. Verbindungen führen zum Erfolg, der schon einmal auf einem Platz war. Frage ein bisschen rum! Einige überraschende Tipps führen dich in die Nachbarstadt, in Regionen, die ein wenig nach Hinterhof, aber mindestens nach Neugier wecken. Die größte Freude kommt oft von ungeplanten Treffpunkten.
Padel-Hinweis am Rande: Dranbleiben lohnt sich. Wer sich nicht entmutigen lässt, wird mit kleinen Erfolgen belohnt. Einmal geschehen: Angeblich war alles ausgebucht, aber fünf Minuten später kam eine Absage ins System und zack – der Platz wurde unser.
Social Media ist Gold wert. digitale Treffpunkte wie WhatsApp oder Facebook sind lebhafter als jede Suchmaschine. Hier tauschen sich Spieler aus, werden Platzwechsel vorgenommen und Mitspieler gesucht. So entstehen an Orten, die keine Karte zeigt, Spiele, Kontakte oder sogar inoffizielle Meisterschaften.
Was einen guten Platz besonders macht? Das Bauchgefühl. Manchmal sind Duschen vorhanden, manchmal nur der nächste Weiher. Mit etwas Glück gibt’s Equipment zu mieten, gelegentlich schwaches Flutlicht für das Match am Abend. Ich hatte einmal ein Match draußen und wurde von Viechern beäugt – so etwas passiert nur in ländlichen Gegenden.
Nicht jeder Platz hat klare Uhrzeiten. In Städten wie Berlin oder Hamburg gilt: Wer am Samstag nach Wunsch spielen will, ist leider oft chancenlos. Es ist besser, im Voraus zu planen und sich den Zugang zur Halle zu sichern. Auf dem Land genügt manchmal ein kurzer Anruf beim Betreiber, der möglicherweise gleichzeitig Multifunktionstalent ist.
Hinter jedem Court steckt ein Erlebnis. Mal ist es die Herzlichkeit, mal die Platzierung zwischen Flugzeugen. Die bedeutendste Regel: Nie den Mut verlieren. Jeder, der lange genug sucht, findet seinen Platz. Und letztlich zählt sowieso: Bewegung, Freude, ein bisschen Chaos – und das Gefühl, ein besonderes Erlebnis gehabt zu haben.